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Die Abwesenheit ist genauso bedrohlich wie die Gefahr selbst

Januar 22, 2019 3 min read No Comments

Die Abwesenheit ist genauso bedrohlich wie die Gefahr selbst

Januar 22, 2019 3 min read No Comments

Das Fehlen von etwas, wird meistens viel später wahr genommen als eine offensichtliche Katastrophe. Das heißt aber nicht, dass es weniger schlimm ist oder keine Auswirkungen auf uns hat.

Photo by Victoria Kure-Wu on Unsplash

Die Abwesenheit von etwas ist schlimmer als alle Bilder, die wir von verhungerten Eisbären, gestrandeten Walen und leblosen Tierkadavern sehen können. Versteh mich nicht falsch. ich bin jedes Mal traurig über die Berichte. Es macht mich wütend, wenn ich Tiere sehe, die leiden. Aber selbst wenn wir keine Bilder oder Berichte über die Situation sehen würden, wäre sie doch real. Doch was ist mit den Tieren, die gar nicht erst geboren werden und dann im Kreislauf fehlen. Diese Abwesenheit können wir nicht sehen, aber sie bedroht uns.

Wir merken nicht, dass es kaum noch Vögel gibt, da das Nahrungsangebot fehlt. Das Bienen, Mücken, Käfer nicht mehr da sind, fällt uns im besten Fall auf, wenn wir nach einer Autofahrt im Sommer nicht die Scheibe sauber machen müssen oder bei gemütlichen Grillabenden keine Anti-Mücken-Kerzen brauchen. Aber meistens bemerken wir nicht mal das. Wie bemerkt man die Abwesenheit von etwas?

In der Regel werden die Konsequenzen erst sehr viel später sichtbar. Genauso fühle ich mich gerade nach der Großdemo in Berlin, bei der mehr als 35.000 Menschen in Berlin gegen die Agrarpolitik der EU demonstriert haben. Eine Politik, die den Großen immer mehr Geld gibt und die kleinen Betriebe, die sich im Kampf gegen den Klimawandel wirklich engagieren, an den Rand schiebt.

Wo ist der Nachhall in der Presse? Warum gibt es fast, außer ein paar halbherzigen Berichten, keinen Aufruf. Kein Echo? Diese Abwesenheit von Kommunikation und Sichtbarkeit des Problems ist schwer zu ertragen. Das Fehlen wird kaum bemerkt.

Und auch die Reaktion von Frau Merkel und Frau Klöckner zu dem Thema macht mir Angst. Da ist nichts! Keine Reaktion. Stattdessen Stille, gegen die man sich kaum wehren kann. 35.000 Menschen aus ganz Deutschland standen vor ihren Türen und fordern Veränderungen und Unterstützung. Menschen, die ihre Angst ausdrücken und das Recht auf eine lebenswerte Zukunft fordern. Die Reaktion – nichts! Abwesenheit!

Man spricht stattdessen lieber über die Digitalisierung der Landwirtschaft – als ob uns jemals eine Technologie vor unseren eigenen Schwächen bewahrt hätte. Diese Digitalisierung bedeutet doch nur ein noch mehr von der Zerstörung, denn sie benötigt noch größere Felder, noch mehr Maschinen und eine Natur, die sich an den Menschen gefälligst anpassen soll statt umgekehrt.

Mir macht diese Abwesenheit Angst, denn diese Stille bietet keinen Ansatzpunkt für Veränderungen. Wie sollen wir eine lebenswerte Zukunft aufbauen, wenn wir den Diskussionen und Reformen aus dem Weg gehen? Wenn wir nicht mehr darauf eingehen, was die Menschen fühlen und brauchen? Wie können wir moralisch gegenüber unseren Kindern vertreten, dass uns Geld und unserer Status wichtiger ist, als ihre Möglichkeit zu leben?

Ich schätze, der Weg, den wir gehen müssen, ist weiter die Kommunikation zu fordern und Gespräche anzuregen. Dieses Schweigen und die Stille auf so eine laute Forderung empfinde ich als bedrohlich. Die Abwesenheit der Reaktion deutet auf ein größeres Thema hin, das wir sichtbar machen müssen.

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