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7 Arten von nachhaltigen Lebensstilen – zu welchem gehörst du? {Teil 4 Frugalismus}

Dezember 8, 2018 8 min read No Comments

7 Arten von nachhaltigen Lebensstilen – zu welchem gehörst du? {Teil 4 Frugalismus}

Dezember 8, 2018 8 min read No Comments
Frugalismus

Wenn wir über nachhaltiges Leben im Sinne von Ressourcenschonung und langfristigen Umweltschutz sprechen, dann befürchten viele, dass sie sich extrem einschränken müssen, um Außenseiter werden oder das dieses Leben mit Familie nicht funktioniert. Aber ein nachhaltiger Lebensstil kommt in vielen verschiedenen Facetten und meiner Meinung nach ist es eine Ansammlung von vielen kleinen grünen Schritten. Deshalb stelle ich dir in der Blogserie 7 Arten von nachhaltigen Lebensstilen mal ein paar der möglichen Facetten vor und möchte dir damit die Informationen geben, um deinen ganz persönlichen, nachhaltigen Lebensstil zu formen. Vielleicht besteht er aus Elementen, aus allen 7 Arten, vielleicht konzentrierst du dich auch nur auf einen.

Hier kannst du die ersten drei Beiträge der Blogserie, die bisher erschienen sind, lesen:

Heute, im 4.Teil der Blogserie 7 Arten von nachhaltigen Lebensstilen geht es um Frugalismus, wie Frugalisten leben und was das mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu tun hat.

Frugalismus

Was ist Frugalismus überhaupt und wie wird er definiert?

Ich habe schon lange bevor ich diesen Blogartikel schreiben wollte von dem Wort Frugal gelesen. Meistens im Zusammenhang mit einem sparsamen Lebensstil, um mit 40 theoretisch in Rente gehen zu können oder eben die finanzielle Freiheit zu haben, da genug Geld auf der hohen Kante liegt, wie man so schön sagt, um einfach mal Teilzeit zu arbeiten oder für ein paar Jahre ganz auszusteigen. Der Frugalist, einer der bekanntesten deutschen Blogger zu dem Thema hat in einem Interview in der Wirtschaftswoche Frugalismus einmal so definiert: „Frugalisten sind Menschen, die aus dem Hamsterrad der Arbeitswelt ausbrechen wollen. Die Bewegung kommt aus den USA. Da gibt es mehrere tausend Menschen, die sich damit beschäftigen, wie sie möglichst früh finanziell unabhängig von ihrem Einkommen werden, also nur noch von ihrem angesparten Vermögen leben. In Europa ist die Bewegung noch recht klein. Aber auch hier finden sich immer mehr Menschen, die nicht arbeiten wollen, bis sie 67 Jahre alt sind.”

Das Wort frugal mal bei Ecosia (ihr wisst schon, die Suchmaschine, die Bäume pflanzt ) eingegeben ergibt in der Übersetzung schlicht, einfach, bescheiden und sparsam.

Das Institut für Trend- und Zukunftsforschung (itz) charakterisiert Frugalisten als „Gruppe von Menschen, die radikal Status-unabhängig, aber nicht unchic leben möchten. Sie interessieren sich für Herkunft und Langlebigkeit von Produkten, für die Ökobilanz und den klimatischen Fußabdruck, vor allem aber für selbstgemachte Alternativen. In der Regel haben die Frugalisten wenig Geld, manchmal sind sie aber auch wohlhabend mit einer klar kritischen Attitüde und einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein für das große Ganze.“ Wikipedia

Alleine diese beiden Definitionen von Frugalismus zeigen wie groß das Spektrum ist, auf dem sich frugal lebende Menschen bewegen und wie eng Frugalismus aber auch mit Nachhaltigkeit verbunden ist.

Wodurch zeichnet nun sich ein frugaler Lebensstil konkret aus?

Für die Frugalisten hat die Sparsamkeit und die Bescheidenheit jedoch nichts mit Geiz oder dem Verlust an Lebensqualität zu tun. Im Gegenteil, Menschen, die im Sinne des Frugalismus leben, gönnen sich auch schöne Sachen und geben ihr Geld aus, aber sie haben ganz klare Prioritäten wofür und haben es gelernt, nicht jedem Wunsch impulsartig nachzugeben, sondern prüfen, ob der Wunsch wirklich erfüllt werden sollte und wenn ja, wie es auf möglichst ressourcenschonende Art und Weise funktioniert.

„Vor allem aber verschafft Geld Unabhängigkeit, für mich neben der Gesundheit das größte Privileg.“ – André Kostolany aus Die Kunst über Geld nachzudenken*

Die Sparsamkeit, die die Frugalisten leben, bedeutet in diesem Fall zu erkennen, was für dich persönlich ausreichend ist. Du sparst also den Teil, der über das genügende Maß hinausgeht. Die Meisten von uns kaufen, um sich zu belohnen oder um sich mal was zu gönnen oder weil das Produkt beworben wurde und ein bestimmtes Gefühl verspricht. Aber oft machen uns diese Einkäufe und all die Sachen, die wir besitzen nicht glücklicher. Sie verschaffen und einen winzigen Moment des Erfolges und irgendwann besitzen sie uns. Als Frugalist, hast du diese Mechanismen erkannt und wägst die Ausgaben genau ab. Du vermeidest die sogenannten Konsumkäufe, die Impulskäufe sind und nur dem Zweck dienen zu kaufen. Dabei ein Ziel vor Augen zu haben hilft jedoch ungemein. Dein Ziel könnte zum Beispiel eine monatliche Sparquote von 30-50% sein oder ein Streben nach Freiheit und Freizeit. Der zweite Tipp, der ungemein hilfreich ist, sich ein zeitliches Limit zu setzen, um über jeden Kauf nachzudenken. Ich habe mein Limit bei mindestens 20 Minuten für jeden Kauf und je größer die Ausgabe ist, desto länger warte ich damit und schaue, was mit meinem Wunsch passiert. Meistens löst er sich in Luft auf und war dann doch nicht zu wichtig.

Warum solltest du Frugalismus leben?

Die Entscheidung sein Leben Richtung Frugalismus auszurichten bedeutet in erster Linie konsequent viel weniger Geld auszugeben, als einzunehmen und dadurch an Lebensfreude zu gewinnen. Das gesparte Geld wird dann verwendet, um Schulden abzubezahlen, zu sparen oder zu investieren. Durch diese Kombination baust du dir einen finanziellen Puffer auf, der dir ab einem bestimmten Punkt ein passives Einkommen ermöglicht und dir somit die finanzielle Freiheit geben kann, zum Beispiel mehr Zeit mit deiner Familie zu verbringen, nachhaltigen Hobbys, Gartenarbeit, Sport oder sozialem Engagement nachzugehen. Oder deine Kreativität auszuleben und vielleicht künstlerisch oder handwerklich tätig zu werden. Wie sehr unsere alltägliche Beschäftigung und unser Konsumverhalten mit dem Schutz der Natur und dem Erhalt der Lebensbedingungen auf der Erde zusammenhängen, kannst du hier in dem Blogartikel noch einmal nachlesen.

Frugalismus bietet Chancen, Freiheit und Nachhaltigkeit

“Beim guten Leben auf einem endlichen Planeten kann es nicht nur um das Konsumieren von immer mehr Dingen gehen. Und genauso wenig um das Anhäufen von immer mehr Schulden. Bei Wohlstand, wenn man ihn richtig versteht, geht es um die Qualität unseres Lebens und unserer Beziehungen, um die Widerstandsfähigkeit unserer Gemeinschaften und um unser Gefühl für individuelle und kollektive Sinngebung”— Tim Jackson aus Wohlstand ohne Wachstum*

Durch den Frugalen Lebensstil hast du also die Change nachhaltiger zu leben, finanziell unabhängiger zu werden und somit auch für dich persönlich Freiheit zu gewinnen. Es erinnert mich ein bisschen an die Argumente für das bedingungslose Grundeinkommen nur, dass du es hier selber in der Hand hast. Du musst also nicht auf einen politischen oder gesellschaftlichen Wandel hoffen, sondern du kannst die Veränderung sein, die du dir wünscht.

So startest du in dein neues frugales Leben

Das Wichtigste, um dauerhaft frugal zu leben und darin Lebensfreude und Erfüllung zu finden, ist, dass du dir bewusst machst, warum du so leben möchtest.

Mache dir bewusst was dich glücklich macht und wie du dir dein Leben vorstellst

Du kannst dir dazu Fragen stellen wie:

  • Führst du das Leben, dass du dir erträumt hast?
  • Macht dich dein jetziges Leben, dein derzeitiger Job, dein Alltag glücklich? Wie würde ein Alltag aussehen, der dich glücklich macht?
  • Arbeitest du für deine eigenen Ziele oder die Ziel andere? Kennst du deine Ziele?
  • Lebst du im Hier und Jetzt oder schiebst du alles auf die Zukunft und den Ruhestand?
  • Wie sieht der Ort aus an dem du leben möchtest?
  • Womit möchtest du deine Zeit verbringen?
  • Was möchtest du wirklich besitzen?

Schreibe es dir auf, erstelle am besten dafür ein Vision Board von dir in 3,4 oder 5 Jahren. Träume einfach ohne Grenzen und ohne Wenn und Aber. Alles ist erlaubt!

Wandele deine Träume und Prioritäten in konkrete Ziele um

Wenn du für dich definiert hast, wie dein Leben aussehen sollte und welche Prioritäten es haben sollte, dann setzt du ganz bewusst deine persönlichen Ziele. Zum Beispiel:

  • Bis Ende des Jahres liegt meine Sparquote bei 20%.
  • In 3 Jahren habe ich einen Notgroschen von 6 Nettomonatsgehältern angespart.
  • Mit 55 werde ich finanziell frei sein und in den Ruhestand gehen.
  • In 2 Jahren werde ich die Summe X auf meinem Konto haben und damit eine Weltreise machen und 4 Monate unbezahlten Urlaub nehmen.

Was auch immer deine Ziele sind, formuliere sie für dich und schreibe sie auf dein Vision-Board oder in ein Notizbuch. Wie genau du deine Ziele definierst und warum du dabei SMART vorgehen solltest, kannst du auch hier auf dem Blog Generation Finanzen nachlesen.

Führe ein Haushaltsbuch und beschäftige dich aktiv mit dem Thema Finanzen

Deine Vision von deinem nachhaltigen und frugalem Lebensstil sind der erste Schritt und deine Ziele werden dir helfen dich zu motivieren und dem ganzen einen Rahmen geben. Im nächsten Schritt solltest du dich nun aktiv mit dem Thema Finanzen auseinandersetzten. Ein Haushaltsbuch hilft dabei ungemein und verschafft dir einen Überblick über deine finanzielle Lage. Wenn du nicht nur sparen möchtest, sondern auch dein Geld investieren möchtest, dann empfehle ich dir dringend mehr über das Thema Finanzen zu lernen. Ich selbst habe zum Beispiel einen Sparplan mit nachhaltigen ETFs und zahle jeden Monat Geld darauf ein. Das Thema Finanzen klingt immer erst mal kompliziert, ist es aber nicht. Mir hat zum Beispiel Natascha Wegelin von Madam Moneypenny extrem weiter geholfen. Ihr Buch Bali statt Bochum erklärt das Thema für uns Frauen super verständlich und gibt wertvolle Tools und Tipps, die Facebook Gruppe, in der ausschließlich Frauen zugelassen sind, ist immer einen Besuch wert und auch ihr neustes Buch Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können* ist lesenswert und bietet einen unterhaltsamen Einstieg in das Thema Finanzen.

Tipps zum Einstieg in dein Leben mit Frugalismus

Es gibt eine ganze Menge, das du in deinem Leben verändern kannst, um nachhaltiger zu leben und Geld zu sparen. Hier sind meine Tipps zum nachhaltig leben und Geld sparen mit einem Download.

Es geht dabei eigentlich immer darum zu entscheiden, ob du Dinge selber machen kannst, selber zu kochen, kreativ zu werden und lokale, meistens kostenfreie Angebote zu nutzen, statt teure Sachen zu kaufen und unnötig Geld auszugeben. Wenn du zum Beispiel Lebensmittel rettest oder auch Dinge kaufst, die nahe am Mindesthaltbarkeitsdatum sind, dann sparst du in der Regel Geld und es werden keine Sachen verschwendet. Wenn du auch mal Second Hand Klamotten kaufst oder dir genau überlegst, welche Kleidung du wirklich brauchst und dadurch weniger und möglichst fair einkaufst, dann schützt du die Umwelt und deinen Geldbeutel. Beides hängt ziemlich nah zusammen.

Fazit

Frugalismus ist ein Lebensstil, der dir finanzielle Freiheiten geben kann und einen Weg aufzeigt nachhaltig zu leben. Es ist definitiv kein Lebensstil, bei dem es darum geht auf alles zu verzichten und das Leben nicht mehr zu genießen, sondern es eine Art und Weise von Leben, die dir mehr Möglichkeiten bieten wird. Es ist eine Haltung zu Wohlstand, die nicht nur auf materiellen Dingen beruht und dadurch persönliche Werte, menschliches Miteinander und Kreativität fördert.

Was meinst du? Ist Frugalismus ein nachhaltiger Lebensstil, der für dich erstrebenswert ist?

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Du willst wissen, wie einfach es ist nachhaltig zu leben

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