15 Glaubenssätze, die dich davon abhalten wirklich nachhaltig zu leben! So kannst du sie ändern!

Jeder von uns hat Glaubenssätze in sich, mit denen wir sehr schnell bestimmte Situationen bewerten, Entscheidungen treffen und das Leben im Allgemeinen für uns sortieren. Unser Unterbewusstsein erstellt diese Glaubenssätze im Laufe unseres Lebens, um damit die Komplexität zu bewältigen und Ordnung in die Dinge zu bekommen. Das ist an und für sich erstmal nichts Schlechtes. Als Kinder sind wir noch völlig frei von Glaubenssätzen. Wir haben noch keine Meinung, staunen über alles Neue, gehen unbedarft an die Sachen heran und ändern auch mal unsere Einstellung, wenn etwas anderes viel logischer oder attraktiver ist.

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Im Laufe unseres Lebens hören wir dann Sprüche unserer Eltern, wie "du bist immer so fleißig" oder "Was bist du nur für ein Tollpatsch - so ungeschickt immer". Oder auch Sätze wie „Das Leben ist kein Ponyhof, streng dich doch mal mehr an!“ und so entwickeln wir mit den Jahren Meinungen über uns, über das Leben über andere Menschen. Manche Einstellungen werden aber auch durch das Vorleben innerhalb der Familie oder durch unser Umfeld geprägt. Ein Kind, das täglich zur Schule mit dem Auto gefahren wird, ist dadurch geprägt und übernimmt, dieses Verhalten später für seine Kinder auch eher, als jemand, der immer zur Schule laufen durfte und erlebt hat, wie schön es ist.

Unsere Glaubenssätze werden unsere Realität. Wir hinterfragen sie selten und finden in der Regel auch ganz viele Beweise dafür, das wir recht haben. Unser Gehirn trickst uns dabei auch gerne etwas aus, in dem es unsere Aufmerksamkeit auf das lenkt, was unseren Glauben und unsere Meinung bestätigt. Egal was du glaubst, du wirst Recht behalten. Egal was dein Mann, die Kollegin, der Aktivist oder die Nachbarin glaubt, sie werden auch jeweils Recht behalten. Was sind also solche Glaubenssätze, die uns unbewusst entscheiden lassen?


Glaubenssätze, die dich davon abhalten nachhaltig zu leben


1. Ich bin nur ein kleines Licht verglichen mit den wahren Umweltverschmutzern.
2. Ich brauche das neue Telefon, den Laptop, dass Auto… Was auch immer… um dazuzugehören.
3. Wenn ich im Laden, an der Frischetheke darum bitte meine mitgebrachte Dose zu nutzen, starren mich alle genervt an.
4. Nachhaltig zu leben, kann ich mir nicht leisten.
5. Bio Obst und Gemüse kostet nur mehr, ist aber trotzdem voller Schadstoffe. Da verdienen nur die Händler mehr dran.
6. Wenn ich nachhaltig lebe, werde ich zum Außenseiter und mein Alltag wird kompliziert.
7. Ich schaffe es nie immer Plastik-frei oder unverpackt einzukaufen.
8. Mein Alltag mit Kindern, Job und Familie ist schon stressig genug.
9. Mit Kindern kann man auf keinen Fall Plastik-frei leben. Die brauchen ihre Süßigkeiten, um Energie zu haben.
10. Wenn meine Kinder als Öko in der Schule abgestempelt werden, dann werden sie von den anderen Kindern gemobbt.
11. Ich hänge an meinen Sachen, die waren mal teuer.
12. Was nützt es das wir nachhaltig leben, wenn alle anderen so weiter machen wie bisher.
13. Zuerst sollen mal die Politiker aktiv werden.
14. Wenn ich mich erholen muss und gestresst bin, dann tue ich mir durch shoppen etwas Gutes.
15. Ab und zu muss man sich auch mal was gönnen.

Bestimmt findest du auch noch ein paar weitere Sätze, die dir in den Sinn kommen, wenn du mal in Ruhe über deinen Alltag und deine Routinen nachdenkst. Stimmt’s? Du hast bis hier gelesen, das ist super! Ich schätze, du möchtest jetzt auch noch ein paar Tipps, wie du solche Glaubenssätze ändern kannst. Hier sind sie!

Egal, ob du denkst, du schaffst es oder du schaffst es nicht, du wirst Recht behalten.
— Henry Ford

Deine Schritte in ein neues nachhaltiges Leben


1. Glaubenssätze erkennen


Schaue mit Abstand auf deine Gedanken. Wenn du das nächste Mal einen Gedanken hast, der dich schon Jahrelang begleitet, dann schaue doch mal genau hin. Frage dich, ob das was du gerade denkst, wirklich eine Tatsache ist oder ob du nur denkst, dass eine Tatsache ist. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Ein Beispiel.
Es ist ein riesen Unterschied, ob du denkst, mein Alltag ist schon stressig genug. In dem Moment, in dem du das denkst, wirst du es auch fühlen. Wenn du aber denkst, ich denke gerade, dass mein Alltag schon stressig genug ist, entkoppelst du deinen Gedanken von deinem Gefühl und du kannst mit Abstand auf die Situation schauen und sie wirklich bewerten.

Ein anderes Beispiel. Wenn du das nächste Mal beim Einkaufen auf dem Weg zur Frischetheke bist und meinst, dass alle schon ärgerlich und gestresst sind und du jetzt nicht auch noch deine Dose für den Käse auspacken kannst, dann schaue dir die Menschen mal genau an. Die meisten sind ohnehin nur mit sich beschäftigt und bemerken dich vielleicht gar nicht. Mir ist zum Beispiel in der ganzen Zeit, seit dem ich auf diese Art einkaufe, nur ein Mal eine Dame wirklich negativ begegnet. Der Rest der Menschheit bewundert dich wahrscheinlich insgeheim, denn du lebst vorbildlich.


2. Überprüfe deine Glaubenssätze und Meinungen


Wenn du deine Glaubenssätze herausgefunden hast, dann mache dir die Vor- und Nachteile deiner Glaubenssätze bewusst. Schließlich sind sie deine Realität und es gab mal einen Grund dafür, dass dein Unterbewusstsein diesen Glauben gewählt hat. Da es Realität ist, kann es also nicht wahr oder falsch, sondern nur nützlich oder schädlich sein. Diese Erkenntnis wird dir helfen, eine bewusste Entscheidung zu treffen, den Glaubenssatz loszulassen und neu zu formulieren. Wenn du mir nicht glaubst, dann schalte mal deinen Tunnelblick aus und sieh dir ausnahmsweise mal die Beweise gegen deinen Glaubenssatz an. Sammele sie, schreib sie auf und überprüfe so deinen Glaubenssatz ganz objektiv.
Wenn dein Glaubenssatz zum Beispiel lautet, ich muss mir mal was gönnen und entspanne mich beim shoppen, dann überlege dir, wie du dich ohne materielle Dinge belohnen kannst. Suche dir Aktivitäten, die dich entspannen, wie ein Spaziergang, Kochen, Meditieren, die nachhaltig sind und damit deinen bisherigen Glaubenssatz widerlegen.

3. Formuliere deine negativen Glaubenssätze neu und schreibe die positiven auf


Super! Du hast deine Glaubenssätze identifiziert, überprüft und als unnütz enttarnt. Jetzt kannst du in dein nachhaltiges Leben starten. Gestalte deine alten Glaubenssätze um und schreibe die neuen, positiven auf. Vergiss nicht, dafür auch Beweise zu sammeln, damit sie in deinem Unterbewusstsein verankert werden und für dich Normalität werden. Statt zu sagen: "Ich kann es mir nicht leisten, nachhaltig zu leben“, sagst du, „Das Leben ist schön und ich finde einen Weg nachhaltig zu leben“. Diese Umformulieren der Glaubenssätze ist wie Ausmisten. Es fühlt sich befreit und frisch an und gibt einem sehr viel Energie. Es ist dabei total egal, wie lange dein Aufräumprozess dauert. Mache es in deinem eigenen Tempo und entdecke damit eine neue Realität.

Hast du schon Glaubenssätze entdeckt, die du ändern möchtest?

Bild: www.thestockboutique.com

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