Der beste Weg, um einen eigenen Garten zu haben - ohne sich ein Bein auszureißen

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Oh, wie schön wäre doch ein eigener Garten mit Tomaten, eigenen Kartoffeln, Blumen und Kräutern. Ich träume schon lange von einem eigenen Garten, einfach weil ich so aufgewachsen bin. In unserer Familie ist fast jeder ein Gärtner und Experte im Gemüseanbau und abgesehen von meinen Eltern haben auch in der nächsten Verwandtschaft allen einen eigenen Garten.

Ich liebe es, wenn ich auf Besuch bin, durch die Gärten zu gehen und über das Ausgeizen von Tomaten und die beste Pflege von Gurken & Co. zu philosophieren. Mehr Bio und Umweltschutz geht nicht, als ein Insektenhotel anzulegen, den Igeln einen Unterschlupf in altem Totholz und Blättern zu gewähren und Blattläuse mit Seifenlauge aus Kernseife zu bekämpfen. Aber so ein Garten macht auch unglaublich viel Arbeit und braucht Zeit! In meinen kühnsten Träumen, in ferner Zukunft, werde ich mit Sicherheit so einen traumhaften Garten besitzen. Aber meine Realität jetzt sieht so aus, dass ich mit Vollzeitjob, Familie, Haushalt, meinen Hobbies und Freunden so ausgelastet bin, dass ich nicht noch 10 Stunden oder mehr in der Woche in einem Garten verbringen könnte, um ihn halbwegs auf Vordermann zu halten. Und, ich muss auch gestehen, dass mich das Schrebergartendasein bisher auch nicht wirklich lockt. Ich hätte lieber ein eigenes Gartengrundstück ohne Vereinsmeierei.

Bisher habe ich meine Tomaten, Kräuter, Salat und Erdbeeren ausschließlich auf dem Balkon angebaut, aber jetzt habe ich die perfekte Lösung gefunden!

Ich miete mir einen Garten für eine Saison. Das geniale an dieser Lösung ist, dass ich garantiert unbelastetes, pestizidfreies Gemüse ernte und meine Familie gesund ernähren kann.

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Die Vorteile von Mietgärten:

  • Dein Abschnitt wird bereits mit Pflanzen und Samen vorbereitet
  • Du hast immer noch einen Bereich, in dem du eigene Pflanzen setzen kannst
  • Das Gemüse ist regional, saisonal und Bio, ohne wenn und aber
  • Der Zeitaufwand ist absolut überschaubar
  • Du bleibst flexibel und kannst dich jedes Jahr neu entscheiden, ob du eine Parzelle mietest
  • Es sind alle Werkzeuge, Geräte und Wasser bereits vor Ort
  • Die Kosten sind absolut überschaubar mit circa 200 EUR pro Saison je nach Anbieter.

Einer der größten Anbieter, die mit regionalen Bauern zusammenarbeiten, ist Meine Ernte. Hier habe ich für dieses Jahr einen Saisongarten gemietet. Ein zweites Feld habe ich mir auch noch von einem kleinen, lokalen Anbieter in Bad Homburg gegönnt. Der Bauernhof Lindenhof bietet das gleiche Konzept wie Meine Ernte an und ich teste dieses Jahr beide, um mich dann für einen zu entscheiden.

Die Anbaupläne sind von beiden in etwa identisch. Es gibt Kartoffeln, Möhren, Zwiebel, Kürbis, Zucchini, Gurken und noch viel mehr. Ich schätze, wir werden gut satt werden. Wenn es interessiert, hier gibt es den ganzen Anbauplan. Alles was ich jetzt noch machen muß, ist meine Saisongärten zu pflegen und zu ernten. Das heißt, ich schaue regelmäßig vorbei, gieße bei Bedarf und halte das Unkraut in Schach. Im Herbst gebe ich dann alles wieder ab, räume meine Deko weg und der Bauer übernimmt das Feld und die Vorbereitung für das nächste Jahr.

Auf meinem Wunschbeet wachsen übrigens noch Mairübchen, Zuppakürbis und hoffentlich Pak Choi. Mal sehen, wie viel Grünen Daumen ich vererbt bekommen habe. Auf jeden Fall, bin ich begeistert, endlich eine Möglichkeit zu haben, zu gärtnern und dabei auch noch nette Leute kennenlerne.

Wie haltet Ihr das mit dem Gärtner? Balkon, eigener Garten, Saisongarten oder gar nichts?

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