19 ultimative Tipps die dir helfen einfach nachhaltig zu leben und dabei Geld zu sparen

Wir alle sind durch unser Umfeld und die Informationen, die täglich auf uns einprasseln, darauf konditioniert Geld auszugeben. Uns wird suggeriert, dass wir nur durch den Kauf oder den Besitz von diesen und jenen Gegenständen glücklich sind. Die neueste Technik, die unser Leben noch einfacher machen soll, die schöne Einrichtung für ein Zuhause im Glück, die ständig wechselnde Mode, die uns jung, stahlend schön und... genau - glücklich macht. Und auch unsere Politiker fordern uns auf, zu kaufen und streben danach, unsere Kaufkraft zu steigern, um die Industrie und den Handel zufrieden zu stellen. Viele Menschen verwechseln Wohlstand mit dem Besitzen von möglichst vielen und teueren Dingen.

Viele Menschen verwechseln Wohlstand mit dem Besitzen von möglichst vielen und teueren Dingen.

Fast jeder von uns kennt die Versuchung der Marketingexperten und hat auch schon Geld ausgegeben, in der Hoffnung, dadurch einen Zustand zu verbessern. Grundsätzlich ist es auch nicht falsch Geld auszugeben, jedoch macht ein Mehr an diversen Sachen in unserem Zuhause uns nicht unbedingt glücklicher, sondern bringt uns nur noch weiter in die Abhängigkeit der monatlichen Gehaltszahlung und des Vollzeitjobs. Wir sitzen im Hamsterrad fest, und egal wie sehr wir uns anstrengen, am Ende des Geldes ist immer noch so viel vom Monat übrig. Sind wir dann mit dem Gekauften wirklich glücklich? Oder ist es nicht viel mehr so, dass noch mehr von allem Materiellen uns nicht mehr Zufriedenheit, sondern ein Gefühl von Abhängigkeit und Sorgen bringt?

In einer Welt, in der die Rohstoffe endlich sind, kann es kein unendliches Wachstum geben.

Es ist also an der Zeit, zu reflektieren, bewusster zu konsumieren und somit auch einen Prozess hin zu einem nachhaltigem Leben in Gang zu setzen. Sobald du damit startest, wirst du feststellen, dass du nebenbei auch noch Geld gespart hast, dich glücklicher und freier fühlst. Es ist ein sehr schönes Gefühl, einen Weg aus dem Hamsterrad zu finden. Ein nachhaltiger Lebensstil schont die Ressourcen und stellt die Werte wie Gleichberechtigung, Fairness, Freundschaft und Hilfsbereitschaft über das reine Ansammeln von Zeugs in unserem Leben. Diese Art von Wohlstand, bei der es um Beziehungen zu anderen Menschen und den Erhalt der Natur geht ist ein Weg, der sich lohnt.

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Meine ultimativen Tipps, um nachhaltig zu leben und Geld zu sparen

Hier sind meine ultimativen Tipps, um nachhaltig zu leben und Geld zu sparen. Am Ende des Artikels findest du ein PDF zum Downloaden, in dem alle 19 Tipps noch einmal aufgelistet sind. Beginne einfach mit den Schritten, die für dich easy umsetzbar sind und erweitere dann immer mehr dein nachhaltiges Handeln.

1. Bestelle deine Werbung ab

Für mich einer der ersten und wichtigsten Schritte ist es die Werbung für all die Kaufanreize abzubestellen. Ein Aufkleber auf deinem Briefkasten „ Keine Werbung und kostenlosen Zeitungen“ spart Papier, vermeidet Plastik, denn oft kommen die Werbeprospekte im Tüten eingepackt. Es unterstützt dich dabei, weniger Müll zu haben (Stichwort "Zero Waste“), und es verführt dich nicht etwas zu kaufen, was du nicht brauchst. Statt auf die Werbeversprechen reinzufallen, recherchiere lieber genau, bevor du etwas kaufst und entscheide dich dann bewußt. Die Verführung durch die Werbung kommt übrigens auch digital in deinem E-Mail Briefkasten an. Es lohnt sich tatsächlich mal die Newsletter, die so täglich zum Kaufen auffordern, abzubestellen.

2. Beginne ein Haushaltsbuch zu führen

Glaub mir, wenn du anfängst erst einmal aufzuschreiben, wofür du dein schwer verdientes Geld so ausgibst, dann kaufst du automatisch bewusster ein. Weniger Geld auszugeben bedeutet, dass du weniger Arbeit mit deinem Haushaltsbuch hast und du tust etwas Gutes für die Umwelt, da keine Ressourcen verschwendet werden. Ich benutze schon seit Jahren dieses kostenlose Excel- Haushaltsbuch aber es gibt auch gute Apps, in die du deine Ausgaben direkt eintragen kannst. Zum Weiterstöbern habe ich für dich ein Pinterest Board „Nachhaltig // Finanzen“ erstellt.

3. Wähle Freizeitbeschäftigungen, die kein Geld kosten

Stundenlange Shoppingtouren durch die Innenstadt oder das Surfen verschiedener Onlineshops zählen nicht dazu. Sie sind weder nachhaltig im Sinne der Ressourcenschonung, noch sparen sie dir Geld. Im Gegenteil. Die meisten Freizeitaktivitäten, die nichts oder wenig kosten sind dagegen sehr wohl nachhaltig in vielfacher Hinsicht. Wie wäre es zum Beispiel mal mit:

  • einem Stand Up Paddling Ausflug mit Freunden, wenn ihr einen See oder Fluß in der Nähe habt. Leiht Euch das Equipment aus und los gehts. Danach könnt ihr einfach noch ein Picknick am Ufer machen und den Sommer genießen
  • einer gemeinsamen Fotosafari mit Freunden durch die Parks, Innenstadt, umliegende Landschaft, Friedhöfe oder die Nachbarschaft. Es gibt so viele spannende Fotothemen die man dabei mit nehmen kann und nebenbei entstehen vielleicht auch schöne Bilder für einen selbstgemachten Kalender. Das nächste Weihnachten oder der nächste Geburtstag kommt bestimmt.  
  • wenn du lieber alleine unterwegs bist, dann starte doch vielleicht damit, deine Einkäufe auf dem Wochenmarkt plastikfrei zu erledigen, und genieße die Atmosphäre
  • gemeinsam Marmelade kochen oder Obstkompotte einkochen
  • lade dir Hörbücher bei Spotify auf dein Smartphone runter und lege dich entspannt im Park in die Sonne. Hier findest du eine Auswahl mit Büchern, die ich gerade höre.

Es gibt so viele tolle Aktivitäten, die wenig oder nichts kosten und auch unsere Umwelt nicht belasten. Wenn dir etwas Tolles einfällt, dann teile es doch unten im Kommentarfeld.

4. Fahre mit dem Fahrrad oder gehe zu Fuß

Wann immer möglich solltest du zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Das spart nicht nur Geld für Fahrkarten oder Benzin, sondern es schont auch die Umwelt, wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus und macht gute Laune. Wenn du ein iPhone besitzt dann schau doch mal auf die bereits installierte Gesundheit App und setze dir zum Beispiel das Ziel, an mindestens 2 Tagen pro Woche wenigstens 10.000 Schritte zu gehen. Das kostet dich rein gar nichts und du bist auch noch nachhaltig unterwegs.

5. Gehe sparsam mit Wasser und Strom um

Eigentlich sollte uns allen mittlerweile klar sein, dass Geräte komplett ausgeschaltet werden sollten, statt im Stand By Modus Strom zu warten, und auch Ladekabel und Ähnliches, die noch in der Steckdose stecken, ziehen Strom. Aber ganz oft passiert es auch, dass noch irgendwo das Licht brennt, das Radio läuft, die Spülmaschine nur halbvoll angestellt wird oder das Wasser beim Zähneputzen läuft. Es gibt bestimmt in jedem Haushalt noch Möglichkeiten, sparsamer mit Strom und Wasser umzugehen. Achte doch zum Beispiel mal auf folgende Anregungen:

  • Wasser auffangen, dass beim Waschen von Salat, Obst und Gemüse anfällt, und zum Blumengießen verwenden. 
  • Waschmaschine richtig voll machen und im Eco Programm laufen lassen. 
  • Kürzer Duschen, denn schon 5 Minuten weniger bringen über 50 Liter Einsparung. Noch besser ist es häufiger mal zu baden, da das weniger Wasser verbraucht als zu duschen.
  • Geschirr nach dem Essen abräumen und in den Geschirrspüler stellen, aber vielleicht die Gläser oder Schneidebretter noch weiter verwenden.  
  • Nicht gleich all Klamotten nach einmaligem, kurzen Tragen in die Wäsche geben, sondern auslüften lassen und noch mal anziehen. Das Spart Strom und Wasser durch weniger Schmutzwäsche.

6. Kaufe Mehrwegprodukte und lebe besser ohne Plastik

Uns ist aufgefallen, dass wir seit der Umstellung auf einen plastikfreien Haushalt und das Einkaufen mittels Mehrwegbehälter insgesamt weniger Geld für Essen ausgeben. Der Punkt ist ziemlich banal, aber hat langfristig doch einen positiven Aspekt auf unser Haushaltskonto. Wenn man darauf achtet, unverpackt einzukaufen, kauft man automatisch weniger, da alle Behältnisse zum Abfüllen mitgebracht werden müssen. Manchmal bekomme ich Produkte nur auf dem Wochenmarkt am Samstag und Mittwoch, und dann passe ich meinen Speiseplan entsprechend an. Spontane Käufe, die schnell nach der Arbeit gemacht werden, in dem man einfach mit dem Auto irgendwo vorfährt und meistens mehr kauft als geplant, gehören bei uns der Vergangenheit an und haben dadurch unser Budget und unseren Müll entlastet.

7. Vermeide Müll und verkleinere auch deine Mülltonne

Durch die Umstellung auf ein Leben ohne Plastik und Richtung Zero Waste, kannst du ordentlich Müll einsparen. Nach ein paar Wochen macht sich das sicherlich auch in deiner Mülltonne bemerkbar, da du zum Beispiel keinen Restmüll mehr hast und die gelbe Tonne weitestgehend leer bleibt. Versuche doch einfach, dann auch die Größe der Tonne zu reduzieren, und spare dadurch Geld bei deinen Nebenkosten der Wohnung.

8. Schreibe wöchentlich einen Speiseplan und kaufe saisonal ein

Für mich die einfachste und entspannteste Art des Einkaufen ist der Besuch auf dem Wochenmarkt, da ich dort problemlos alles unverpackt und in meine Dosen gefüllt bekomme. Um das nutzen zu können, setze ich mich aber einmal in der Woche hin und überlege mir einen Speiseplan für die Woche. Ich mag auch viel Abwechslung in unserem täglichen Essen und koche Abends in der Regel etwas. Als Orientierung für meine Planung dient mir das Wissen darüber, was gerade an Gemüse Saison hat, denn das ist meistens auch günstig und lokal. Besser geht es nicht, den Umweltschutz und das Geld sparen zu verbinden. Nur wenn man zum Beispiel auf die Erdbeeren bis Juni warten kann, statt Ende Februar schon völlig überteuerte zu kaufen, dann klappt es auch mit der Nachhaltigkeit. Zur Belohnung gibt es einen vielseitigen, abwechslungsreichen und günstigen Speiseplan.

9. Führe das Prinzip des Sonntagsbratens wieder ein

Sicherlich kennst du noch das Prinzip der Haushaltsführung unserer Eltern und Großeltern, die aus Geldmangel nur maximal einmal pro Woche Fleisch gegessen haben. Auch wenn du keinen Geldmangel hast, kannst du mit diesem Prinzip Geld sparen für andere Sachen, wie Altersvorsorge oder Weiterbildung, und du schonst die Umwelt, da die Tierhaltung auch im Biobereich unsere Natur belastet. Weniger Fleisch zu essen und auf Bioqualität zu achten, unterstützt langfristig eine artgerechte Tierhaltung und den Respekt vor den Produkten.

10. Koche selber, statt To Go zu kaufen

Wenn du dir jeden Arbeitstag zum Mittagessen beim Bäcker ein belegtes Brötchen oder beim Asiaten eine Nudelbox kaufen würdest, die etwa 4,00EUR kostet, dann gibst du durchschnittlich 1.000EUR pro Jahr dafür aus. Durch ein bisschen Planung und cleveres Vorbereiten, kannst du diesen Betrag locker halbieren. Koche zum Beispiel Abends einfach etwas mehr und nimm es eingepackt in einem Glas oder einer Edelstahlbox mit.

11. Packe dir immer Getränke für unterwegs ein

Das gleiche Prinzip gilt auch für Getränke. Meistens sind wir nur kurze Wege unterwegs und es ist einfach eine Flasche Wasser in die Tasche zu packen, so dass du unterwegs nichts kaufen musst. Dein Haushaltsbuch und die Umwelt freuen sich beide!

12. Lerne deine Putzmittel selber herzustellen

Okay, ich gebe es zu, dass dieser Punkt schon etwas Vorbereitung benötigt, aber er bringt auch den größten Spareffekt sowohl für dein Budget als auch für die Umwelt. Wenn Du zum Beispiel mal ausprobieren möchtest mit Kernseife Fenster zu putzen, dann schaue doch mal hier

13. Versuche die Dinge zu reparieren statt neu zu kaufen

Vor einigen Wochen ist bei meiner bereits 7 Jahre alten Waschmaschine die Tür kaputt gegangen. Die Halterung der Tür ist einfach abgebrochen, wahrscheinlich aus Materialermüdung. Mein erster Gedanke war natürlich eine neue Waschmaschine zu kaufen, aber die Preise und der Aufwand haben mich abgeschreckt. Ausserdem mag ich meine Maschine und habe ansonsten nichts daran auszusetzen. Ein bisschen Rumfragen im Bekannten- und Kollegenkreis hat mich zu einem Elektroladen geführt, der direkt bei uns in der Fußgängerzone liegt und dort konnte ich das defekte Teil für die Tür bestellen. Zuhause habe ich per Anleitung aus dem Internet dann die Tür auseinander genommen und super einfach wieder mit dem neuen Teil zusammen gesetzt, und seit dem wäscht meine Maschine tadellos wie eh und je. Versuche doch einfach beim nächsten Mal auch etwas zu reparieren statt es gleich neu zu kaufen.

14. Miste deine Wohnung aus und trenne dich von unnützen Sachen

Das Ausmisten der Wohnung fördert meistens einiges ans Tageslicht, was du bestimmt schon längst vergessen hast, was aber vielleicht für andere Menschen noch von Nutzen ist. Wenn du es los lässt und weiter gibst, dann werden keine Ressourcen benötigt um es neu herzustellen und du hast mehr Freiraum und fühlst dich erleichtert. 

15. Verkaufe, verschenke oder spende die Sachen, die du nicht mehr benutzt

Auf dem Blog Frugalisten habe ich vor kurzem den Begriff Stuff-Cloud gelesen. Sehr passend wie ich finde. Dinge die du nicht benötigst, kannst du per Ebay zum Beispiel in die Stuff-Cloud geben und erhältst dafür Geld, wenn du dann wiederum etwas brauchst, ist es meistens auch einfach über Ebay&Co. wieder zu beschaffen.

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16. Recherchiere Second Hand Läden für Klamotten

Vielleicht kennst du ja schon die Second Hand Läden in deiner Stadt und nutzt sie regelmäßig. Falls nicht, dann lohnt sich mal etwas Recherche, denn du wirst eventuell überrascht sein, wie gut man Klamotten dort einkaufen kann. Auch das Internet bietet dafür einige Optionen oder du tauscht mit Freunden regelmäßig Sachen für deine Familie und dich aus.

17. Leihe Werkzeug und Equipment möglichst aus statt es zu besitzen

Wenn du dich bei Portalen wie Nebenan.de anmeldest oder auch mal im Freundes- und Bekanntenkreis rumfragst, dann ist es relativ einfach von Bohrmaschine bis zur Stichsäge oder dem Hochdruckreiniger so ziemlich alles auszuleihen. 

18. Lege dir einen Bibliotheksausweis zu

In unserer Stadtbibliothek kostet die Jahresgebühr ganze 10,00 EUR. Wenn ich mir überlege, wie viele spannende Krimis ich mir dort ausleihen kann, die ich nur einmal lese und die sonst jahrelang in meinem Bücherregal stehen, dann ist es ein unschlagbares Argument für einen Bibliotheksausweis. Noch dazu kommt, dass der Baum, der für das Buch gefällt wurde, dann wenigstens mehreren Menschen nützt und nicht nur mir.

19. Überprüfe regelmäßig deine Verträge

Hast du dir mal ausgerechnet wie viel dich ein Mobilfunkvertrag ohne Telefon kosten würde? Bestimmt hast du gerade ein neues Telefon, das auch noch länger als 2 Jahre halten wird. Damit hast du die erste und höchste Anschaffung also bereits erledigt. Wenn du jetzt deinen Vertrag umstellst und die Ersparnis wirklich auch beiseite legst, kannst du dir ziemlich einfach ein neues Telefon kaufen, wenn dein jetziges kaputt ist. Du brauchst also nicht mehr den Kreislauf von 24 Monaten Vertragsverlängerung und ständig neuster Technik mit machen, die weder Vorteilhaft für dein Budget noch für die Umwelt sind. Denn mit jedem neuen Telefon werden wertvolle Rohstoffe verarbeitet, die die Umweltzerstörung weiter voranbringen.

Sicherlich hast du bei dem einen oder anderem Tipp bemerkt, dass du diese Angewohnheit schon lange machst. Super! Das heisst, du hast schon begonnen nachhaltig zu leben. Alle Punkte zur Übersicht habe ich hier für dich zum Downloaden als pdf.

Hast du noch andere Tipps, dann teile sie doch in den Kommentaren. Ich freue mich darauf.