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7 Arten von nachhaltigen Lebensstilen – zu welchem gehörst du? {Teil 7 – nachhaltig, gesund essen}

Januar 5, 2019 15 min read No Comments

7 Arten von nachhaltigen Lebensstilen – zu welchem gehörst du? {Teil 7 – nachhaltig, gesund essen}

Januar 5, 2019 15 min read No Comments
Mit diesem Artikel sind wir tatsächlich schon am Ende der Blogserie „7 Arten von nachhaltigen Lebensstilen“ angekommen. Ich habe die Serie geschrieben, da ich immer wieder gefragt werde, was einen nachhaltigen Lebensstil eigentlich ausmacht. Hast du dich auch schon manchmal gefragt – wo du anfangen solltest? Wie du glücklicher und zufriedener leben kannst?
Mit der Blogserie gebe ich dir einen ersten Überblick und du kannst für dich entscheiden, welches Thema dich am meisten anspricht. Beginne dort, wo du dich wohlfühlst und wo dir Veränderungen ganz leicht vorkommen. Es geht nicht darum alles 100% perfekt zu machen. Nimm die Veränderungen so vor, dass du dauerhaft daran Freude hast. Es ist schließlich dein Leben und nicht das Leben, was du nach außen oder für andere führen solltest.

Falls du neu eingestiegen bist, kannst du die anderen Beiträge der Blogserie in Ruhe hier lesen:

 

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Teil 7 – nachhaltiges und gesundes Essen

Heute im Siebten und damit letzten Teil der Blogserie, geht es um nachhaltiges und gesundes Essen. Ein Thema, das mir persönlich bereits seit meiner Teenagerzeit am Herzen liegt. Ich hatte immer mit den Auswirkungen auf meinen Körper in Form von Allergien, Bauchschmerzen, erhöhter Cholesterinspiegel, Unverträglichkeiten und Gewichtsschwankungen zu kämpfen. Wer mich kennt, würde mich als schlank, sportlich und mit null Risikofaktoren für solche gesundheitlichen Probleme beschreiben und doch sind sie vorhanden.

Ich habe meine Probleme ganz gut im Griff, in dem ich mich nachhaltig und gesund ernähre. In der Vorbereitung dieses Beitrages, habe ich auch überlegt, ob ich die Richtung Clean Eating, Vegan, Vegetarisch einschlage, habe mich aber dagegen entschieden. Wichtig ist mir, dir zu zeigen, dass es kein Label braucht, sondern gesunden Menschenverstand. Die Etiketten der Lebensmittelindustrie und der Marketingfuzzis haben uns viel von dem Schlamassel eingebracht, in dem wir heute weltweit stecken.

Statt den nächsten Ernährungstrend auszurufen, ist es wichtiger, die Zusammenhänge zwischen der Natur, uns Menschen und unserer Nahrung zu erkennen. Wenn wir wieder Kontakt mit den Lebensmitteln, den Jahreszeiten, den Bauern und Erzeugern haben, dann bewahren wir die Natur.  Wir haben dann auch eine reelle Chance die Klimaerwärmung aufzuhalten. Genau darum geht es bei gesundem, nachhaltigem Essen.

Was ist nachhaltig, gesundes Essen überhaupt und wie wird es definiert?

Gesunde Lebensmittel entstehen auf den Feldern und Gärten, in denen traditionell und umweltschonend gewirtschaftet wird. Sie entstehen auch in kleinen, örtlichen Molkereien und Käserei, wie sie zum Beispiel im Allgäu zu finden sind, in denen ohne große Transportwege und vor allem ohne Zusatzstoffe gearbeitet wird. Jetzt wohnen wir nicht alle im Allgäu mit Zugang zu idyllischen Bauernhöfen, aber wir können uns trotzdem nachhaltig, gesund ernähren. Das wichtigste ist, dass wir die Kompetenz für unsere Lebensmittel wieder selber übernehmen, in dem wir:

  • mit den Herstellern (Bauern, Gärtnern, Metzgern, etc.) wieder in Kontakt kommen
  • selber kochen, haltbar machen, backen
  • vielleicht selber ein Feld oder einen Saisongarten haben
  • erleben, wie gut uns ein qualitatives Lebensmittel wirklich tut
  • achtsam mit den Lebensmitteln umgehen und Verschwendung vermeiden
  • für die Qualität bereit sind zu bezahlen, sodass die Menschen, die es für uns herstellen, davon leben können.

Warum Mc Donalds Hamburger nicht verschimmeln

Sally Davis, eine Fotografin und Künstlerin aus New York, kaufte sich 2010 einen Hamburger und eine Portion Pommes in einer McDonalds Filiale. Beides legte sie auf ein Fensterbrett und fotografierte es sechs Monate lang. Aber auch nach 6 Monaten gab es keine Anzeichen davon, dass diese „Lebensmittel“ verdorben sind. Sie rochen nicht mehr nach Hamburger, aber sie sahen noch genauso aus.

Von Zersetzung und Schimmel, wie es eigentlich bei Lebensmitteln vorkommen sollte, war keine Spur zu sehen. Auf der Suche nach den  Gründen, fand die amerikanische Food and Drug Administration (FDA), die die Lebensmittel in den USA überwachen sollen, durchschnittlich 38 verschiedene Pestizidrückstände in Hamburger, Cheeseburger & Co. Genau 113 verschiedene Chemikalien wurden in Fast-Food-Hamburgern gefunden.

McDonald’s informiert auf seiner amerikanischen Internetseite (nicht aber auf der deutschen) über die einzelnen Zutaten seiner Buns (Hamburger-Brötchen ohne Fleisch) {Quelle}:

Mit synthetischen Vitaminen, gemälztem Gerstenmehl und Enzymen angereichertes sowie mit Bleichmitteln gebleichtes Weizenmehl (in EU vermutlich nur gewöhnliches Weißmehl, da hier Mehl-Bleichmittel verboten sind)

  • Wasser,
  • fructosereicher Maissirup,
  • Zucker,
  • Hefe,
  • Sojaöl und/oder teilweise hydriertes Sojaöl
  • Salz,
  • Calciumsulfat (Gips – zur Teigfestigung),
  • Calciumcarbonat (Kalk – in der EU als Zusatzstoff für Brot verboten, weil es aufgrund der schön weissen Farbe eine andere (hellere) Qualität vortäuschen würde),
  • Gluten (Weizeneiweiss – verbessert die Backeigenschaften),
  • Ammoniumsulfat (zur Teigfestigung)
  • Ammoniumchlorid (Backhilfsmittel),
  • Natriumstearoyllactylat (Emulgator),
  • Diacetylweinsäureester (sorgt für Bissfestigkeit),
  • Ascorbinsäure,
  • Azodicarbonamid (Bleichmittel – in der EU verboten),
  • Mono- und Diglyceride (verbessern Backeigenschaften),
  • Monocalciumphosphat (Säuerungsmittel im Backpulver)
  • Enzyme,
  • Guarkernmehl (Verdickungsmittel),
  • Calciumperoxid(Teigverbesserer – wird auch in der Zahnheilkunde zur Desinfektion des Wurzelkanals sowie in der Landwirtschaft als Saatgutbeizmittel eingesetzt),
  • Sojamehl,
  • Konservierungsstoffe (Calciumpropionat und Natriumpropionat) und
  • Sojalecithin.

Mal ehrlich, würdest du freiwillig so viel Chemie essen? Zum Beispiel stehen Propionate, wie sie in fast allen Backwaren aus dem Supermarkt enthalten sind damit diese nicht schimmeln, im Verdacht Stoffwechselstörungen sowie ADHS Symptome bei Kindern zu verursachen. Diese Stoffe waren sogar schon 1988 in Deutschland verboten, wurden dann aber im Rahmen einer EU-Verordnung wieder zugelassen.

Wenn du nicht verstehst was es beinhaltet, dann kaufe es nicht

Wenn diese ganzen Inhaltsstoffe in unseren industriell hergestellten Lebensmittel vorkommen, wie können wir dann annehmen, dass es überhaupt Lebensmittel sind? Ist es nicht viel mehr so, dass vieles was wir als Lebensmittel im Supermarkt kaufen können, hinter verschlossenen Türen produziert wird. Es sind Produkte, die in den Regalen im Supermarkt stehen und die wir nicht hinterfragen, da uns schöne Werbeversprechen und bunte Bilder eine heile Welt vorgaukeln. Allgäu für alle gewissermaßen aber mit einer Zutatenliste, die kein Mensch mehr versteht und die immer kreativer wird, um Zucker, Fette, Salz, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker zu verschleiern.

Die gute Nachricht ist, es ist egal, was für tolle Namen für all diese Stoffe erfunden werden, denn nichts davon brauchst du, um dich gesund und nachhaltig zu ernähren. Je ursprünglicher die Produkte sind, die in deinem Einkaufskorb landen, desto weniger Zutaten haben sie. Wenn es dann noch regional und saisonal ist, dann bist du mittendrin im nachhaltig, gesunden Essen.

Wenn deine Großeltern nicht verstanden hätten, was sie da gerade essen, dann kauf es nicht

Vor kurzem hatte ich eine Unterhaltung mit dem Bruder meines Freundes übers Kochen und Essen. So richtig von den Socken gehauen hat er mich, als er meinte, eine besonders köstliche Sauce nur hinzubekommen, wenn er Bresso in sein Essen macht. Das hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe mal nachgesehen, was in Bresso an Zutaten enthalten ist. Also neben Frischkäse sind enthalten: Crème Fraiche, Butter, Wasser, Speisesalz, Kräuter, Gewürze, Zucker, Verdickungsmittel E466, Speisegelatine (vom Schwein), natürliche Aromen, Säuerungsmittel Citronensäure, Stickstoff zum Aufschlagen. Wobei ich mich frage, warum da keine Milch als pure Zutat steht?

Offensichtlich ist Bresso ein Fertigprodukt, das auf anderen Fertigprodukten basiert. Aber wirklich absurd finde ich Zutaten wie E466, natürliche Aromen, Zucker und Stickstoff. E 466 steht für:  Natrium-Carboxymethylcellulose und ist ein Abkömmling der Cellulose. Der Stoff kann Flüssigkeiten zähflüssig machen oder Gele ausbilden. Man findet sie unter anderem in Kuchenfüllungen, Fruchtzubereitungen, Süßwaren, Nüssen, Desserts, Speiseeis, Cremes, Sahneerzeugnissen, Süßstofftabletten und Fleisch- und Fischerzeugnissen.

Dabei ist ein Frischkäse so einfach und schnell selbst gemacht und besteht aus genau zwei Zutaten. Milch und Zitronensaft. Das sind Lebensmittel, die meine Oma schon gekannt hat. Variieren kannst du das ganze noch mit frischen oder getrockneten Kräutern oder Gewürzen und schon hast du ein ursprüngliches Lebensmittel, dass gesund ist und nicht aus einem Industrielabor kommt.

Qualitativ gute Lebensmittel sind voller Stoffe, die uns und den Planeten gesund erhalten

Es gibt unzählige Beispiel (ganze Supermärkte voll) mit Produkten, die absolut nichts mehr mit unserer ursprünglichen Nahrung zu tun haben und lediglich dazu führen, dass in den Industrieländern Krankheiten wie Diabetes, Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen zunehmen. Ganz oft, wenn ich aber mit Freunden und Bekannten über nachhaltigen Konsum spreche, dann kommt das Totschlagargument – der Preis. Ja, es stimmt, gute Qualität kostet mehr. Aber bei Qualität geht es hauptsächlich um die Herkunft des Produktes, wie Gemüse, Getreide, Reis, Obst und Gewürze gewachsen sind, wie die Ernte und vor allem der Transport war.

So wie du Frischkäse aus wenigen Zutaten ganz einfach selber machen kannst, so kannst du auch andere Sachen vereinfachen und damit Kosten sparen. Gutes Essen ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Wenn du dich und die Reaktionen deines Körpers einmal genau beobachtest, dann wirst du sehr schnell feststellen, wie stark wir auf Essen reagieren. Im positiven wie im negativen Sinne. Wenn Tomaten in Monokultur aufwachsen, dann werden sie mit Giften besprüht, um natürliche Fressfeinde abzuhalten. Das heißt, wir versprühen Gift, das den Boden und das Grundwasser belastet, damit wir immer dieses Angebot haben. Unsere Eier sind mit Dioxin belastet, dass sogar als Massenvernichtungswaffe eingesetzt wird und unser Saatgut ist genmanipuliert. Das ist kein Genuss, egal wie viel Geld wir dafür bezahlen.

Wenn du aber ein wirklich traditionell angebautes Lebensmittel, eine Tomate vom Markt oder aus deinem Garten im Sommer oder ein Stück Käse von einem echten Bergbauern kostest, dann ist das Genuss. Dann beginnen wir auch die Lebensmittel und die Herstellung wieder wertzuschätzen. Umgekehrt wird jeder wirkliche Bauer, Milcherzeuger oder Handwerker für den guten Geschmack dafür sorgen, dass seine Lebensgrundlage (Wasser, Boden, Saatgut, Tiere) erhalten bleibt. Das ist Essen mit Genuss und Verantwortung und bringt Verbraucher und Erzeuger wieder näher zusammen. Am Ende hat es Auswirkungen auf die Gesundheit, die Gesellschaft, die Umwelt und die Wirtschaft.

Wodurch zeichnet nun sich nachhaltig, gesunde Ernährung als Lebensstil konkret aus?

Im Grunde ist es ganz einfach. Gesunde, nachhaltige Ernährung bedeutet:

  • nachhaltige Landwirtschaft zu unterstützen, in dem du möglichst lokal und biologisch erzeugte Lebensmittel kaufst und Leute unterstützt, die sich um den Erhalt von Saatgut, Artenvielfalt, gute Böden und sauberes Wasser kümmern.
  • Bio-Obst und Bio-Gemüse zu kaufen, das gerade Saison hat. Der Klassiker von Erdbeeren im Winter ist ja mittlerweile bei vielen angekommen, aber denke mal an Tomaten, Weintrauben, Pflaumen, Heidelbeeren, Zucchini – alles Sachen, die es scheinbar das ganze Jahr über gibt, obwohl sie keine typische Lagerware sind. Das bedeutet, sie werden in riesigen Folientunneln oder Gewächshäusern aufgezogen. Eine gute erste Orientierung ist das Land, aus dem das Obst und Gemüse kommt. Die Sachen, die aus Deutschland stammen, haben in der Regel auch gerade in Deutschland Saison.
  • möglichst gering verarbeitete Lebensmittel zu bevorzugen. Je mehr ursprüngliche Produkte (also Obst, Gemüse, Eier, Milch, Nüsse, Reis, etc.) du kaufst, desto sicherer kannst du dir sein, das es nicht aus einem Labor, sondern wirklich vom Feld oder aus dem Stall stammt. Ich wage mal zu behaupten, dass du jedes industriell hergestellte Produkt, auf irgendeine Art und Weise auch ganz einfach selber machen kannst.Mein Aha-Erlebnis war zum Beispiel das Herstellen von Sahne aus Cashewnüssen, für das ich 50g Nüsse und 100ml Wasser einfach mit dem Pürierstab mixe und somit immer Sahne im Haus habe. Damit bin ich komplett unabhängig von industriell verarbeiteter Sojasahne im Tetra-Pack oder Kuhmilchsahne in Flaschen, die mir immer verdirbt, da wir so große Mengen nie verbrauchen.Es gibt ganz viele solcher Beispiel die ohne großen Aufwand funktionieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass du durch das Selbermachen und Verarbeiten von ursprünglichen Produkten viel mehr Geschmackserlebnisse statt Einheitsgeschmack hast und du bestimmst wie viel Salz, Fett und Zucker enthalten ist. Obendrein sparst du dir Verpackungsmüll und schonst die Umwelt.
  • den Verbrauch von Mineralwasser, Softgetränke und Säfte reduzieren und lieber Leitungswasser trinken. In Deutschland ist das Leitungswasser besser kontrolliert als das Wasser in Flaschen und kann ganz problemlos direkt aus dem Wasserhahn getrunken werden. Wenn du dir immer eine Flasche oder einen schönen Krug abfüllst, hast du den ganzen Tag genug zu trinken, musst keine Flaschen schleppen und belastest deinen Körper nicht mit unnötigen Mineralien, Zucker oder Farb- und Süßstoffen.

Warum solltest du nachhaltig, gesund essen und einen nachhaltigen Lebensstil leben?

Weil du abnehmen möchtest? Du möchtest glücklich sein? Der Mann deiner Träume soll dir über den Weg laufen? Geld sparen wäre auch mal wieder gut? Weil du aktiver oder attraktiver sein möchtest? Suche dir gerne deinen Lieblings-Grund aus, fühl dich stark und sei stark, denn der gesunde, nachhaltige Lebensstil macht dich fit, schlank und hält vital. Wenn wir das geschafft haben, dann kommen hier noch weitere Gründe, die dich und die ganze Welt betreffen.

Es ist besser für das Klima

Wenn du dich gesund und nachhaltig ernährst, dann stimmst du mit deinem Einkaufsverhalten ab und verhinderst in Zukunft Produktionen, die die Ozonschicht zerstören, Treibhausgase emittieren und durch steigende Temperaturen das Klima weltweit aufheizen. Das geschieht durch den Transport in Flugzeugen oder LKWs, durch die Produktion in Gewächshäusern, durch die Abwässer, die so hoch mit Nitrat belastet sind, dass das  Grundwasser geschädigt wird.

Die herkömmliche Landwirtschaft, wie sie heute betrieben wird, ist laut Greenpeace für 75% der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich und verstärkt damit den Klimawandel. Durch Monokulturen und Pestizide verschwinden immer mehr Tiere und Pflanzen. Wusstest du, dass es mittlerweile für viele Vögel und Insekten, Bienen & Co. bessere Lebensbedingungen in der Stadt als auf dem Land gibt? Das ist komplett verkehrte Welt und hat nichts mehr mit den romantischen Landschaften der Werbeindustrie zu tun, die uns vormachen, unsere Milch käme von glücklichen Kühen, unsere Marmelade von immer sonnenbeschienenen, aromatischen Erdbeeren – könnte es aber, wenn wir wieder zurückfinden, zu einer nachhaltigen Lebensweise. Du siehst, worauf ich hinaus will…

Es verbraucht weniger Ressourcen, stärkt die ländlichen Strukturen und schafft Transparenz

Wenn du die meiste Zeit lokal angebautes Bio-Obst und Gemüse kauft, dann erhältst du Produkte, die so angebaut wurden, dass sie das Land, auf dem sie angebaut werden auch in Zukunft noch erhalten. Das heißt, dafür wurde kein Regenwald abgeholzt, keine Massen an Kunstdünger aufgebracht, kein Wasser umgeleitet und anderen weggenommen. Stattdessen, hast du einen Beitrag geleistet, damit der Bauer aus deiner Nachbarschaft von seiner Arbeit leben kann.

Die kurzen Transportwege bedeuten auch, dass unerlaubte Praktiken und Lebensmittelskandale weniger werden, da es mehr Kontrolle durch uns als Verbraucher gibt. Es wird selten von den Leuten betrogen, die jede Woche auf dem Wochenmarkt verkaufen, sondern eher von Leuten, die weit weg sind und in ihren Betrieben keinen Kontakt zu den Verbrauchern haben.

Wenn man die Bauern weltweit befragt, so ist jede Region für sich in der Lage  ihre Bevölkerung zu ernähren. Wenn aber wertvoller Regenwald in Südamerika zum Beispiel abgeholzt wird, um ausschließlich Mais und Soja anzubauen, um die Tiere zu füttern, die bei uns auf dem Teller landen, dann fehlt dieses Land für die heimische Bevölkerung. Eigentlich ganz einleuchtend. Oder? Also spare durch dein Essen, abgeholzten Regenwald, lange Transportwege, Plastik und andere Verpackungen. Lass uns lieber die Kulturlandschaft, die wir hier vor Ort haben stärken und positiv verändern.

Es ist weniger belastet mit Schadstoffen

So wie ich dir oben im Text von den Inhaltsstoffen von Bresso erzählt habe, so kannst du das auf viele industriell hergestellten Lebensmittel anwenden. Das schließt leider auch vegane Produkte ein, die Fertigprodukte sind. Nur vegan leben, heißt noch lange nicht, sich gesund und nachhaltig zu ernähren, wenn vegan auf Fleischersatz aus der Kühltheke, fertige Pommes, Sojapudding und so angewendet wird. Vegan im Sinne einer pflanzlichen Ernährung die aus Obst, Gemüse, Nüssen und so besteht, ist dagegen nachhaltig und gesund.

Die meisten industriell hergestellten Produkte sind mit Verdickungsmitteln, Fett, Zucker, Aromen und allerhand anderer Stoffe belastet. Alle Schadstoffe, die du isst, belasten folglich auch deinen Körper. Das betrifft leider auch konventionell angebautes Obst und Gemüse, denn wenn es mit Kunstdünger großgezogen wird oder mit Abwässer aus der Massentierhaltung gedüngt wird und dann mit Pflanzenschutzmitteln besprüht wird, dann bleiben diese Spuren in deinem Essen.

Es enthält mehr wertvolle Inhaltsstoffe und hält dich gesund

Ich finde immer, dass unsere Natur ein sehr faszinierendes und ausgeklügeltes System ist und ich freue mich, Teil dieses System zu sein. Denn die Natur bietet dir und mir tatsächlich alles, was wir brauchen, um gesund zu sein. Wenn es im Winter bestimmte Gemüsesorten gibt, dann haben diese Pflanzen meistens auch genau die Vitamine und Mineralstoffe, die wir brauchen. Es würde jetzt den Rahmen, von diesem Artikel komplett sprengen, wenn ich davon schreibe. Vielleicht packe ich das in Zukunft mal in einen eigenen Blogpost.

Die Kurzfassung lautet, wir brauchen weder Mangos noch Heidelbeeren, Paprika oder Tomaten im Winter, um gesund zu bleiben. Unsere Speicher sind aufgefüllt durch die tollen Obst- und Gemüsesorten, die wir im Sommer gegessen haben und können mit heimischem Wintergemüse, wie Chicorée, Feldsalat, Spinat, Topinambur & Co. auch gefüllt bleiben. Gleichzeitig bietet es Abwechslung und veränderte Geschmackserlebnisse, die ich nie missen möchte.

Es kostet weniger

Ich stelle mir gerade vor, wie du die Überschrift liest und die Stirn in Falten legst. Bestimmt hast du das mit der Augenbraue auch wieder gemacht. Stimmt’s? Aber ganz ehrlich, der gesunde nachhaltige Lebensstil kostet dich weniger. Als ich vor vielen Jahren unseren Einkauf so verändert habe, dass keine industriell verarbeiteten Lebensmittel mehr gekauft wurden und wir seit dem mit Bioprodukten frisch kochen, habe ich auf einmal bei jedem Wochenendeinkauf Geld gespart.

Auch wenn Bioprodukte im Vergleich zu konventionellen Produkten erst mal mehr kosten, kaufst du weniger ein, du verbrauchst weniger, da dein natürlicher Appetit und dein Geschmackssinn wieder erwacht, der bei abendlichem Brot und Belag leider total untergebuttert wird von Bresso & Co. und die wirklich teuren Sachen bleiben im Supermarkt oder werden nur noch selten gekauft.

Es schmeckt viel besser

Okay, über Geschmack lässt sich streiten und Steckrüben sind sicherlich nicht jedermanns Sache, aber etwas, dass dir innerhalb kürzester Zeit auffallen wird, wenn du aufhörst industriell hergestellte Produkte zu essen, ist die Rückkehr deiner wirklichen Geschmackssinne. Wenn du dann nach einer gewissen Zeit zum Beispiel mal einen sogenannten Erdbeerjoghurt isst, wirst du feststellen, dass in Wirklichkeit total künstlich und bitter schmeckt.

Die Rückkehr der Geschmackssinne geht nicht über Nacht, aber ein anderes Geschmackserlebnis kannst du schon nach kürzester Zeit erleben, nämlich wenn du eine Möhre mal direkt von Feld gekostet hast oder auch aus dem Biosupermarkt. Obst im Sommer wenn es wirklich Saison hat, schmeckt tausend Mal besser als das was es das ganze Jahr im Supermarkt oder beim Discounter zu kaufen gibt.

So startest du in dein neues nachhaltiges Leben und stimmst mit deinem Einkaufszettel ab

  1. Verpackungen aus Tüten und Plastik vermeiden und stattdessen Stoffbeutel und Taschen mit zum Einkauf nehmen. Mehrweg immer vor Einweg!
  2. Grundnahrungsmittel wie Obst und Gemüse in der Rohform kaufen. Also keinen vorgeschnittenen Salat, geschälte Kartoffeln oder Obst und Gemüse im Glas oder in der Konserve
  3. Wann immer möglich Bioprodukte kaufen
  4. Weitestgehend auf Fertigprodukte verzichten
  5. Selbst kochen mit frischen Lebensmitteln
  6. Saisonal und regional einkaufen und dabei die kleinen inhabergeführten Geschäfte (Bäcker, Metzger, Käserei) unterstützen. Ein Saisonkalender hilft bei der Rezeptplanung. Überhaupt ist es immer gut einen Wochenplan für das Essen zu machen. Du sparst damit doppelt – dein Geld und Lebensmittel, die sonst weggeworfen werden.
  7. Produkte von Tieren aus artgerechter Haltung kaufen. Denn Fleischkonsum und Verbrauch von Milchprodukten am besten reduzieren und dafür lieber das Konzept des Sonntagsbratens einführen, mit einem guten Stück Fleisch von nachhaltig aufgewachsenen Tieren.
  8. Wenn möglich fairen Handel unterstützen und bitte keine Produkte mit Palmöl kaufen.
  9. Mehr Zeit zum Kochen und Genießen einplanen, denn wenn wir Spaß und Freude an unseren Lebensmitteln haben, werfen wir weniger weg und gehen insgesamt achtsamer mit allen Ressourcen um.
  10. Die Menge der weggeworfenen Lebensmittel verringern und möglichst alles aufbrauchen. Es gibt viele Möglichkeiten der Resteverwertung. Vieles kann auch kurzfristig eingefroren werden, um zu vermeiden, das es verdirbt. Ich mache das mit Gemüseresten für eine Gemüsebrühe, Sahne, Wein, Brot und Kräutern, die ich dann beim Kochen aufbrauche.

Fazit und Ausblick

Puuh, das war ganz schon viel Text heute. Oder? Ich habe tatsächlich versucht, den Artikel kürzer zu schreiben, aber es gibt einfach so wahnsinnig viele Informationen, die ich mit dir teilen möchte, damit du das System dahinter verstehst. Die Lebensmittelindustrie hat es leider geschafft, durch ihre Markenpolitik nicht nur uns als Verbraucher zu beeinflussen sondern es ist auch eine industrialisierte Landwirtschaft entstanden, die unseren Planeten und damit unsere Lebensgrundlage zerstört.

Wenn es nur eine Sachen gibt, die du aus diesem Artikel mitnimmst – lass es bitte das Vorhaben sein: Den Anteil an frischem Bio-Obst und Gemüse, das gerade Saison hat in deinem Einkaufskorb zu vergrößern. Lass die unverarbeiteten, biologisch hergestellen Lebensmittel dein Alltag sein und gönne dir ab und zu etwas total Ungesundes, wenn dir danach ist.

Lass es gerne krachen, denn niemand ist immer total perfekt. Ohne Druck kannst du deinen Weg zu einem gesunden, nachhaltigem Leben und Ernährung gehen und mit jedem Einkauf den doofen Lebensmittelkonzernen zeigen, dass es Zeit ist für Veränderungen.

Machst Du mit? 
Hinterlasse doch einen Kommentar und erzähle von deinen Erfahrungen mit den Lebensmitteln. 
Bist du dabei wenn wir zusammen unsere Geschmacksvielfalt zurück zu erobern?


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