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5 einfache Schritte zur Zero Waste Küche & ein Rezept für Obst-Crumble

März 31, 2019 5 min read No Comments

5 einfache Schritte zur Zero Waste Küche & ein Rezept für Obst-Crumble

März 31, 2019 5 min read No Comments
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 Lebensmittel, die wir wertschätzen, wandern nicht in den Müll

Auf Netflix habe ich vor kurzem die Dokumentation „Taste the Waste“ gesehen und war schockiert, wie viele gute Lebensmittel täglich in den Müll wandern. Laut der Dokumentation werden jedes Jahr in der EU 90 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen! Würde man das auf Lastwagen laden, wäre es eine Länge einmal um den Äquator. Das ist so viel, dass man es sich kaum vorstellen kann. Ich muss gestehen, dass mir das in dem Ausmaß nicht so bewusst war. Ich schätze, da ich in einer Familie aus leidenschaftlichen Gärtnern aufgewachsen bin, die zeitweise sogar Kaninchen gezüchtet haben, wurde bei uns nichts einfach so entsorgt. Wir waren damals ziemlich gut im Zero Waste Lifestyle.

Groß geworden bin ich, zumindest noch am Anfang, auch in der ehemaligen DDR und da waren bekanntermaßen Lebensmittel immer nur eingeschränkt verfügbar. Bei uns in der weiteren Familie hat jeder Kartoffeln, Spargel, Erdbeeren, Rhabarber und noch viel mehr im Garten gehabt. Zur Erntezeit wurde dann fleißig eingekocht, haltbar gemacht und natürlich saisonal gekocht. Diese Erfahrung hat mich bis heute geprägt. Egal wo ich gewohnt habe, auf jedem Minibalkon wuchsen Kräuter, Tomaten und Beeren und zeitweise sogar Kürbisse.

Jeder, der sich schon mal mit Gartenarbeit herumgeplagt hat, weiß wie viel Mühe in den Anbau, die Pflege und Ernte geht. So etwas kann ich nicht einfach in den Müll werfen. Aber abgesehen davon, ist es ja auch bares Geld, was du unter Umständen einfach so wegwirfst. Auch wenn ein Brot „nur“ 4,00EUR kostet oder ein Kilo Kartoffeln zeitweise nur 2,00 EUR, summiert sich das über den Zeitraum.

5 einfache Schritte zur Zero Waste Küche

  1. Wochenplan & Wochenbudget aufstellen
  2. Einkauf und Verbrauch planen, besondere Termine wie Sport oder Elternabend mit berücksichtigen
  3. Inventur im Kühlschrank und in den Schränken machen
  4. Lebensmittel erhalten durch das Wissen wie sie länger haltbar sind
  5. Improvisieren, Kreativ mit den Zutaten sein & alles verwenden

Durch den Supermarkt zu schlendern, kostet dich Geld und behindert dein Zero Waste Ziel

Ein typischer Einkauf im Supermarkt, den man öfter mal beobachten kann läuft meist so ab, dass ein Zettel dabei ist und eigentlich könnten wir alle den auch schnell abarbeiten und fertig. Aber dann kommt die bunte, glitzernde und Aufmerksamkeit-Haschende Verkaufspräsentation um die Ecke und das Schlendern beginnt. Am Ende hast du einen Wagen voll mit Sachen, die dich angesprochen haben, aber eigentlich gar nicht geplant waren. Naaa…. Ertappt? Gib’s zu ein wenig. Oder? Denn genau so funktioniert das Marketing im Supermarkt und keiner von uns kann sich komplett frei machen davon. Da sind Regale voll von Werbeversprechen mit idyllischen Almwiesen, glücklichen Kühen, Fit-Machern und Vitaminspendern – oooohhhhnnnne Ende.

Die beste Waffe gegen all diese bunten Bilder ist dein Ziel vor Augen, nur die Lebensmittel zu kaufen, die du wirklich brauchst. Damit schonst du die Umwelt und deinen Geldbeutel. Dieses Ziel erreichst du am besten in dem du dir einen Wochenplan aufstellst und ein Wochenbudget festlegst. Wenn du genau weißt, was du brauchst und wie viel Geld du zur Verfügung hast, dann verlieren die ganzen bunten Verpackungen ziemlich schnell ihren Reiz. Den besten Überblick über dein Wochenbudget und Sparmöglichkeiten bekommst du mit Hilfe eines Haushaltsbuches.

Plane deine Einkäufe so, dass du die schnell verderblichen Lebensmittel auch schnell aufessen kannst. Die länger haltbaren Sachen planst du ans Ende deines Wochenplans und verarbeitest sie später.

Mache eine Inventur in der Küche. Nicht nur vorm Einkaufen im Kühlschrank, sondern auch regelmäßig in den Schubladen. Mehl, Grieß, Linsen etc. Wir haben gestern zum Beispiel Reispapier für Frühlingsrollen gefunden, dass in Kürze ablaufen wird. Auch wenn ich weiß, dass so was nicht verdirbt, plane ich es jetzt trotzdem mit in meinen Speiseplan.

Zero Waste – Kleine Tricks im Alltag helfen in der Umsetzung

Meine Oma war immer nicht sehr angetan, wenn wir mit einem benutzten Messer in die Marmelade oder an die Butter gegangen sind. Der Grund ist super einfach, nämlich das die Lebensmittel schneller verderben, wenn sie „verunreinigt“ werden. Also nicht mit dem benutzen Messer über die Butter und die möglichst auch nur von einer Seite aus anschneiden, Marmelade immer nur mit einem sauberen Marmeladenlöffel rausholen, Milch oder ähnliches nicht aus der Flasche trinken oder einfach am großen Käsestück abbeißen. Wenn die Lebensmittel nicht bis unter die Zähne mit Konservierungsstoffen vollgepumpt sind, dann werden diese einfachen Maßnahmen helfen, sie länger haltbar zu machen und damit auch das Wegwerfen reduzieren.

Hab keine Angst beim Kochen die Zutaten zu verändern und das zu nutzen, was du zuhause hast. Einfach mal die Kreativität und das Vergnügen an der Improvisation ankurbeln und wenn etwas fehlt wird es ersetzt. Umgekehrt kannst du auch mal versuchen aus dem, was da ist etwas Leckeres kochen. Im Zweifel gibt es bei uns dann immer eine Good Life Bowl, denn darin kann ich so ziemlich alles unterbringen, was wegmuss.

Unser Lieblingsrezept für jedes Obst, das wir übrig haben und das sonst niemand mehr essen würde, ist ein Crumble daraus zu backen. Mein erstes Apfel-Crumble habe ich in der Bullerei, dem Restaurant von Tim Mälzer gegessen. Ein Traum und so super easy selbst gemacht. Ich denke, alles was irgendwie überbacken wird, eignet sich hervorragend zur Resteverwertung. Probiere es mal aus. Das Crumble kannst du auch super mit Rhabarber machen, der jetzt bald wieder Saison hat oder du schnippelst im Sommer Pfirsiche, Pflaumen oder Beeren rein. Dazu die selbstgemachte Vanillesauce und der Sonntagskuchen kann ausfallen.

Hier kommt das Rezept, für die Zero Waste Küche:

Zutaten:

Für die Streusel:

für eine kleine Form, sonst die Menge einfach verdoppeln

50g Butter
50g Zucker
100g Mehl
Zimt und/oder
Vanillezucker

etwas Butter zum Einfetten

Obst nach Wahl:

Äpfel, Rhabarber,
Birnen, Pfirsiche, Himbeeren, Pflaumen,
Rosinen, Nüsse

Vanillesauce:

500ml Milch
3 EL Speisestärke
1-2 EL Zucker
Vanillemark

Dauer:

Backen: 40-45min
bei 175°C Umluft

Die Zutaten für die Streusel mit den Händen zu einem krümmeligen Teig verarbeiten. Das Obst waschen, gut abtropfen lassen. Äpfel und Birnen schälen. Alles Obst in mundgerechte Stücke schneiden. Die Auflaufform oder Kuchenform einfetten mit etwas Butter. Obst gleichmäßig darin verteilen und mit den Streuseln bedecken. Für 40-45 Minuten im Ofen backen.

Zu einem Crumble passt hervorragend Vanillesauce, die super einfach selbstgemacht ist.

Die Speisestärke, Zucker, Vanille und etwas Salz mit einander verrühren. Von den 500ml Milch etwa 80ml separat in eine Tasse geben und mit den trockenen Zutaten verrühren. Die restliche Milch zum Kochen bringen und dann das angerührte Pulver dazugeben. Kurz aufkochen lassen. Fertig.

Bei der Verwendung von Lebensmitteln sind dir keine Grenzen gesetzt

Hast du ein Lieblingsrezept zur Resteverwertung? Ich koche hin und wieder auch mal einfach drauf los. Manchmal klappt es und es wird richtig lecker und manchmal essen mein Sohn und mein Freund meine Kochkreationen auch mit viel Mut. Worin sich aber beide einig sind – es wird nie langweilig in unserer Küche und das ist für mich das schönste Kompliment. Leg los und koche mit dem was da ist. Lebensmittel sind deine Zutaten, aus denen du alles erschaffen kannst, was du möchtest. Die können wir nicht einfach achtlos wegwerfen.

 

Was ist das verrückteste Gericht, das du bisher gekocht hast? Schreibst du dir deine Kreationen auf, um sie später noch mal zu kochen?

 

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